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Projekt-ID 364

re:norm (ehemals «Hier sind wir») - Die Denormalisierung des Konsums von Tabak- und Nikotinprodukten an Schulen validieren und multiplizieren

«re:norm» baut auf seinem Vorgängerprojekt («Hier sind wir») auf und hat zum Ziel, die Denormalisierung des Konsums von Tabak- und Nikotinprodukten an Schulen der Sekundarstufe II zu validieren und zu multiplizieren.

An insgesamt 40 Schulen in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Schweiz sollen entsprechend der Erkenntnisse des Vorgängerprojekts und ähnlicher Ansätze aus Frankreich (Campus sans Tabac) und Belgien (Projekt ADHAirE) verhältnisorientierte Massnahmen zur Tabak- und Nikotinprävention umgesetzt und evaluiert werden. Zu den geplanten Massnahmen zählen unter anderem eine angepasste Aussenraumgestaltung mit rauchfreien Eingängen und periphere Bereiche für den Konsum inhalierter
Produkte, eine klare Signalisation sowie Regeln, die widerspruchsfrei kommuniziert und durchgesetzt werden. Die Massnahmen werden unter Einbezug einer Begleitgruppe aus Schulmitarbeitenden und Schuler:innen partizipativ entwickelt, umgesetzt und kommunikativ begleitet. Dabei sollen bestehende Schweizer Tabakpräventionsprojekte und -angebote einbezogen werden. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der angestrebten Multiplikation. Bis zum Projektende soll «re:norm» einen prominenten Platz in der
Schweizer Tabak- und Nikotinprävention einnehmen. Hierzu wird ein enger Austausch mit bestehenden Projekten, wie z.B. stop2drop und Ready4Life), angestrebt.
Von den Massnahmen erhofft sich das Projekt eine verbesserte Kenntnis und Einhaltung der Konsumregeln, eine reduzierte Sichtbarkeit des inhalierten Tabak- und Nikotinkonsums, eine verminderte Wahrnehmung des Konsumverhaltens anderer (deskriptive Norm), einer Reduktion der wahrgenommenen Akzeptanz des Konsums (injunktive Norm) und die Wahrnehmung eines rückläufigen Trends im Konsum (dynamische Norm). Langfristig wird dadurch eine Reduktion des Tabak- und Nikotinkonsums erwartet.
Die Wirkungen der Massnahmen werden während zwei Jahren wissenschaftlich begleitet und evaluiert sowie kommunikativ aufgearbeitet. Als konkreter Output ist ein Manual geplant, welches die Schulen zu einer möglichst selbständigen Umsetzung präventiver Massnahmen befähigt. Bis zu welchem Grad dies möglich ist und wo die Schulen weiterhin Unterstützung benötigen, soll ebenfalls im Rahmen des Projekts geklärt werden.

Trägerschaft

  • The Behavior Lab GmbH, in Zusammenarbeit mit Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, Universität Bern, Lega polmonare ticinese, Consultati SA

Spezifische Settings

  • Schule

Spezifische Zielgruppen

  • Kinder/Jugendliche

Liste nationale Massnahmen

  • Nein

Förderbereiche

  • Schutz vor Passivrauchen
  • Information/Sensibilisierung
  • Netzwerk und Schaffung präventions­unter­stützender Rahmen­bedingungen

Sprachregionen

  • Deutsche Schweiz
  • Französische Schweiz
  • Italienische Schweiz

Finanzierungsdauer

01.11.2025 bis 31.10.2028

Finanzielle Unterstützung durch den TPF

399 765 Franken

Kontakt

The Behavior Lab GmbH
Dr. Gilles Chatelain
Alte Bühnenbergstrasse 36
4665 Oftringen
gilles@behaviorlab.ch

Links

behaviorlab.ch/
Schlussbericht des Vorgängerprojekts