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Projekt-ID 369

Rauchfrei durch die Lebensmitte: Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für eine gender-, lebensphasen- und diversitätssensible Tabakprävention

Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden Erfahrungen, Barrieren und Bedürfnisse von Frauen in der Peri- und frühen Postmenopause im Zusammenhang mit Rauchstopp und körperlichen Veränderungen untersucht. Es werden Handlungsempfehlungen für die Rauchstopp-Beratung entwickelt.

Frauen in der Peri- oder frühen Postmenopause befinden sich in einer Lebensphase, die mit tiefgreifenden hormonellen Veränderungen einhergeht und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose erhöht. In Kombination mit Tabakkonsum entsteht eine besondere gesundheitliche Vulnerabilität. Gerade Frauen in dieser Lebensphase würden von einem Rauchstopp besonders profitieren. Zugleich stehen sie jedoch vor mehrfachen Herausforderungen: Körperliche Veränderungen wie Gewichtszunahme, psychosoziale Belastungen und gesellschaftliche Altersbilder erschweren die Entscheidung und Umsetzung eines Rauchstopps. Das Zusammenspiel dieser Faktoren ist bislang unzureichend erforscht – insbesondere im Hinblick auf die Erfahrungen und Bedürfnisse betroffener Frauen.
Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wird eine qualitative Studie durchgeführt, die die Erfahrungen, erlebten Barrieren und Bedürfnisse von Frauen in der Peri- und frühen Postmenopause im Zusammenhang mit Rauchstopp und körperlichen Veränderungen (insbesondere Gewichtszunahme) untersucht. In 25 Einzelinterviews und zwei Fokusgruppen werden zentrale Barrieren und Gelingensfaktoren exploriert – mit besonderem Fokus auf Körperbild, Gewichtsentwicklung, Altersbilder, psychosoziale Belastungen und Unterstützungsnetzwerke.
In einem anschliessenden Workshop mit Personen, die Beratungen zum Rauchstopp durchführen, werden die Ergebnisse aus den Interviews sowie Möglichkeiten einer Integration in die aktuellen Rauchstopp-Angebote diskutiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. In einem Co-Creation-Workshop mit betroffenen Frauen und Stakeholdern werden zielgruppen- und praxisorientierte Umsetzungsmassnahmen für bereits vorhandene Rauchstopp-Angebote entwickelt. Das Projekt wird durch ein transdisziplinäres Advisory Board begleitet und leistet einen Beitrag zur chancengerechten Weiterentwicklung der Tabakprävention in der Schweiz.

Trägerschaft

  • Berner Fachhochschule

Spezifische Settings

  • Praxis/Ambulanter Dienst

Spezifische Zielgruppen

  • Frauen
  • Patienten

Liste nationale Massnahmen

  • Nein

Förderbereiche

  • Ausstieg aus dem Konsum
  • Forschung

Sprachregionen

  • Deutsche Schweiz

Finanzierungsdauer

01.05.2026 bis 31.12.2027

Finanzielle Unterstützung durch den TPF

92 280 Franken

Kontakt

Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit
Dr. Karin Haas
Murtenstrasse 10
3008 Bern
karin.haas@bfh.ch