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Projekt-ID 374
Eine im Dezember 2022 veröffentlichte Studie über die Gesundheit von LGBT-Personen hebt die gesundheitlichen Ungleichheiten hervor, mit denen LGBT-Menschen im Vergleich zur restlichen schweizerischen Bevölkerung konfrontiert sind.
Der Bericht der HSLU über die Gesundheit von LGBT-Personen belegt, dass die Ungleichheiten zwischen den LGBT-Personen und der restlichen Bevölkerung sich insbesondere bei der psychischen Gesundheit manifestiert. Die Zahlen zeigen ein klares Bild: Da es an Schutzfaktoren fehlt, weisen LGBT-Personen im Vergleich zur restlichen schweizerischen Bevölkerung signifikant höhere Prävalenzraten von Depressionen, suizidalen Gedanken, Suizidversuchen und Substanzkonsum (u.a. Tabak- und Nikotin) auf. Eine kürzlich erschienene Studie zum Substanzkonsum von 17 bis 20-Jährigen verdeutlicht, dass junge nicht-heterosexuelle Frauen doppelt so oft rauchen wie ihre heterosexuellen Peers (47.5% der 17-jährigen queeren Frauen rauchen regel-mässig). Sie stellen ein Beispiel dafür dar, wie signifikant, aber auch spezifisch die Prävalenzen in Bezug auf den Substanzkonsum innerhalb der LGBTIQA+ Community sind.
Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS), gemeinsam mit anderen LGBTIQA+ Organisationen, möchte diesen Problemen in den kommenden Jahren auf nationaler Ebene entgegentreten. Bisher gibt es jedoch kein Netzwerk, das sich mit der psychischen Gesundheit von LGBTIQA+ Personen befasst und es fehlt an einer einheitlichen Vision und Strategie zur Bewältigung der Probleme auf nationaler und regionaler Ebene.
Entsprechend setzt sich das Kick-Off Jahrs des Projekts "Psychische Gesundheit und Resilienz der LGB-TIQA+ Community in der Schweiz" folgende Ziele:
1) Starke Strukturen: Schaffung der LGBTIQA+ Mental Health Allianz, bestehend aus Expert*innen, Gesundheitsorganisationen und Fokusinterviews mit betroffenen LGBTIQA+ Personen. Die Allianz stärkt die Zusammenarbeit relevanter Akteur*innen, die derzeit nicht etabliert ist und fungiert als wirkungsvolle Struktur und Koalition mit einer gemeinsamen Vision und Zielen.
2) Eine nachhaltige, konkrete und wirkungsvolle Roadmap für die Zukunft: Die Situation in Bezug auf die psychische Gesundheit von LGBTIQA+ Personen wird analysiert. An-schliessend wird eine Roadmap für die psychische Gesundheit von LGBTIQA+ Personen erstellt, nach der die Mitglieder der LGBTIQA+ Mental Health Allianz zukünftige Projekte für die Community strategisch und wirkungsvoll planen können.
3) Austausch von Wissen, Einblicken und Strategien: Erstellung und Kommunikation einer LGBTIQA+ Mental Health Strategy, die sich an Schlüsselakteur*innen im Bereich richtet. Dies wird nicht nur Projekte anderer Akteur*innen gestalten, sondern auch politische Prozesse, allgemeines Wissen und den Diskurs über die psychische Gesundheit von LGBTIQA+ Personen produktiv beeinflussen.
01.07.2024 bis 30.06.2026
50 000 Franken